Die Geschichte des Waggon - Teil 1

Eine Idee wird geboren ...

"Es war einmal ..." - so oder so ähnlich könnte man diese Geschichte beginnen lassen. Am Anfang stand eine Umfrage des katholischen Kindergartens Lammersdorf anlässlich seines 25-jährigen Bestehens. Ziel dieser Umfrage war es, die Bedürfnisse der Jugendlichen und Kinder in unserem Dorf kennenzulernen, und dort, wo offensichtlich Lücken in der Freizeitinfrastruktur waren, diese zu füllen. Um ein möglichst genaues Bild der Wünsche der jungen Leute zu bekommen, wurde eine Fragebogen-Aktion gestartet, deren Auswertung am Ende einen dicken Ordner füllte.

Das Ergebnis dieser Umfrage zeigte, dass die reichhaltigen Angebote der Vereine in Lammersdorf nicht alle Wünsche der Jugendlichen abdeckten. Vielmehr wurde deutlich, dass eine Möglichkeit fehlte, sich außerhalb einer Kneipe und ohne Vereinshintergrund zu treffen.

Mit diesen Informationen trat die Leitung des Kindergartens an das Amt für Kinder- Jugend und Familienberatung des Kreises Aachen (heute StädteRegion Aachen) heran. Zufall war es, dass der Kreis Aachen gerade zu dieser Zeit eine neue Aktion zur Intensivierung der offenen Jugendarbeit im Südkreis gestartet hatte. Mit der Umfrage im Rücken berief der Kreis Aachen eine Ortsteilkonferenz ein, welche im Herbst 1993 in der THW-Unterkunft in Lammersdorf stattfand.

Unter Beteiligung von ca. 20 - 30 Jugendlichen wurden hier die Bedürfnisse der Jugendlichen noch einmal konkretisiert. Mit einem Stapel von Zetteln fuhren die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes wieder nach Aachen zurück. Ungefähr zeitgleich fand in Kalterherberg eine ähnliche Konferenz statt. Da hier der ursprünglich geplante Standort für eine vom Kreis unterstützte Einrichtung war, sah es zunächst so aus, als ob für Lammersdorf in absehbarer Zeit kein Geld zur Verfügung gestanden hätte. Da sich aber in Kalterherberg kein geeigneter Träger fand, konzentrierte sich das Kreisjugendamt auf die Lammersdorfer Jugendlichen.

Bei einer zweiten Konferenz, die wiederum der THW-Unterkunft stattfand, wurde zusammen mit den eingeladen Vertretern der Ortsvereine, den Vertretern des Ortskartells sowie Politikern aus Kreis- und Gemeinderat konkret nach einer Unterkunft und einem geeigneten Träger gesucht. Verschiedene Orte waren im Visier und es sollte abgeklärt werden, wo die Möglichkeit bestünde, einen Treff einzurichten. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass trotz intensiven Suchens kein geeigneter Raum in einem bereits bestehenden Gebäude vorhanden war, wurde eine zweite Konferenz mit den Jugendlichen des Ortes einberufen. Ziel war es, gemeinsam mit den Jugendlichen neue Ideen für die Unterbringung des Treffs zu finden. Aus den Reihen der Pfadfinder kam schließlich nach einigem Hin- und Herüberlegen der Vorschlag, einen alten Eisenbahnwaggon zu organisieren.

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